| Stellungnahme Zentralverband |
Friseursalons im Visier der Steuerfahndung
In einigen Bundesländern sind zahlreiche Friseurunternehmen ins Visier der Steuerfahndung geraten. Die Finanzbehörden unterstellen in diesen Fällen, mit einer speziellen Version des kassensystems ComCash der Firma Comhair Umsatzmanipulationen möglich sind und eventuell auch vorgenommen wurden. Betroffene berichten von einem sehr drastischen und massiven Vorgehen der Steuerfahnder. Der Zentralverband appelliert an die Finanzbehörden, von geschäftsschädigendem Übereifer und unverhältnismäßigen Maßnahmen aufgrund nicht ausreichender Verdachtsmomente abzusehen. Hier dürfe es vor allem nicht zu Vorverurteilungen kommen. Zugleich warnt der Zentralverband vor einer pauschalen kriminalisierung. Sollte sich am Ende der Verdacht bei einigen wenigen „schwarzen Schafen“ doch bestätiqen,
dürfe dafür keinesfalls die ganze Branche in Verruf gebracht werden, die trotz höchster Abgabenlast zu den ausbildungsstärksten und beschäftigungsintensivsten im deutschen Handwerk gehört. „Dies hieße nämlich, vor den politischen Grundübeln die Augen zu verschließen“, erklärte ZV-Präsident Andreas Popp. „Denn als personalintensive und konsumnahe Dienstleistungsunternehmen sind Friseurbetriebe durch überhöhte Lohnzusatzkosten und Mehrwertsteuer unverhältnismäßig stark belastet.“
Quelle: Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks
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