Autor: Rene Krombholz
Seit der Entstehung der Marktwirtschaft beobachtet man die sogenannten Kondratieffzyklen. (Benannt nach dem russischen Wirtschafts-Wissenschaftler Nikolai Kondratieff, der diese zum erstem Mal beschrieb.)
Inzwischen sind 5 Zyklen zuverlässig beobachtet worden.
Der erste begann Ende des 18 Jahrhunderts und lief Mitte des 19. Jahrhunderts aus. Es war der Übergang von der Agrar-, zur Industriegesellschaft. Grundlegende Neuerung war die Erfindung der Dampfmaschine.
Zuvor lebten die Menschen von Handel, Ackerbau und Viehzucht. Es herrschte bittere Armut, es gab noch Frondienste, Seuchen wie Cholera und Pest überzogen das Land.
Fabriken entstanden und Städte wuchsen dort wo die Fabriken entstanden. Die geknechteten und versklavten Fronarbeiter flüchteten in die freien Städte, daher auch der Spruch: "Stadtluft macht frei" Es entstand eine neue soziale Klasse, die der Arbeiter. Mit den Fabriken kamen Freiheit, Arbeit und ein neuer Lebensstandard. Die Zeiten der Hungersnöte war vorbei.
Der zweite Kondratieff war die große Zeit des Stahls. Hierdurch entstand die Eisenbahn, mit der Möglichkeit des Transports von Menschen und Waren.
Bis dahin unerreichbare Räume für Handel und Industrie konnten erschlossen werden. Brauchte es zuvor Wochen und Monate Waren von Nord nach Süd zu bringen, so schrumpfte der Zeitaufwand jetzt ebenso rasant wie die Entfernungen. War man zuvor mit Postkutschen über Tage unterwegs so reiste man jetzt mit Auto oder Bahn in früher unvorstellbar kurzer Zeit.Die Menschen fingen an mobil zu werden, lernten andere Städte, Länder und Menschen kennen, tauschten sich aus und lernten voneinander.
Der Warentransport wurde möglich und begründete neue Absatzmärkte was der Industrie wiederum zu Gute kam.
Chemie und Elektrizität waren der Motor zum dritten Zyklus.
Unzählige neue Produkte wurden durch chemische und elektrische Energie geschaffen. Elektrizität veränderte den Lebensrhythmus der Menschen.
Durch Licht waren die Nächte plötzlich hell, es wurde Nachtarbeit möglich. Elektrizität wurde Grundlage von Freizeitaktivität jeglicher Art, die Menschen waren plötzlich auch Nachts unterwegs.
Besonders die Elektrizität veränderte das Leben der Menschen. Es entstanden Telephon, Grammophon (Schallplatte) Radio und damit hatten die Menschen plötzlich neue Informationsquellen, andere Kommunikationsmöglichkeiten. Elektrischer Strom war (und ist) die Grundlage für TV, Radio,Licht,Telefon.
Die Weiterentwicklung der in diesem Kondratieff entstandenen Chemie bedingt den Menschen bis Heute eine längere Lebenszeit durch bessere Medizin, aber auch völlig andere moralische Normen. Die Pille war letztlich der Auslöser für eine völlig andere Sexualmoral. Es verschwanden viele Krankheiten und Seuchen wie Pest, Cholera,TBC und viele andere.
Die Chemie brachte uns völlig neue Stoffe die aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken sind (Plastik)und begründete die Weiterentwicklung zu neuen Technologien ( Computer)
Nach dem zweiten Weltkrieg begann der nächste Kondratieff. Er erschloß der Gesellschaft den individuellen Massenverkehr. Fernreisen brachten neues Wissen, neue Gedanken, schufen Grundlagen zur Globalisierung. Getragen durch billige petrochemische Energie, erreicht und überschreitet die Industriegesellschaft in dieser Zeit ihren Höhepunkt.
Ein Automobil war bis zu dieser Zeit nur den Wohlhabenderen vorbehalten, mit der Zeit des Wirtschaftswunders änderte sich dieses. Autos wurden für jeden bezahlbar. Reisen und Urlaub kannte man bis dahin kaum. Jetzt wurden Reisen bezahlbar, und Freizeit wie auch Urlaub bekamen einen völlig anderen Stellenwert.
Die Menschen lebten plötzlich völlig anders, stand vorher die Arbeit im Vordergrund des Lebens, kehrte sich dieses jetzt. Leben um zu arbeiten, oder arbeiten um zu leben? Das war hier der Sinneswandel der Menschen
In den 70er Jahren setzte der fünfte Kondratieffzyklus ein und prägt seither in allen ökonomisch entwickelten Nationen einen technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandel.
Der im Industriezeitalter erzielte Wohlstand führt zur Marktsättigung, die Menschen sind mit den Dingen des Alltags versorgt. Die Produktion nimmt ab, Computer ersetzen Menschen bei der Fertigung.
Märkte ändern sich: während früher Waren an Ort und Stelle produziert wurden ist es heute möglich zur Produktion benötigte Daten per Computer an die Maschinen irgendwo auf dieser Welt zu senden wenn dort die Produktion sinnvoller ist.
Die Gesellschaft, die Menschen wandelten sich von der Aufbaugesellschaft der Nachkriegszeit zur Konsumgesellschaft der 60er Jahre (Wirtschaftswunder) bis hin zur Spaß und Erlebnisorientierten Freizeitgesellschaft.
Diese gravierenden Änderungen zur Wohlstandsgesellschaft gingen einher mit einem Wertewandel und einem veränderten Denken der Menschen.
Die Menschen heute haben andere Werte und Wertvorstellungen als noch vor wenigen Jahren und damit auch andere Erwartungen an den Friseur
Welche? Das lesen Sie hier.... .
Quelle: Quelle: Quelle: Autor: Rene Krombholz - Weiterverwendung auch Auszugsweise nur mit Genehmigung des Auto
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23.05.2012 - 07:12:19 Letzte Aktualisierung: 22.05.2012
ISSN - 2190-9873
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