Gerade Motivation ...

... ist Mitarbeitern wichtig.

Spaß an der Arbeit steht in der Wunschliste der Arbeitnehmer ganz oben. Wobei Spaß nicht als Jux verstanden werden darf sondern die Freude am sinnvollen schaffen. Eigene Ideen zu verwirklichen, selber Verantwortung tragen, kreativ zu sein, Erfolg zu haben, - das wollen moderne Friseure/innen heutzutage. Zu oft werden sie hier gehindert, nicht jeder Arbeitgeber hat das Vertrauen seinen Angestellten Verantwortung zu übertragen wenn die Geschäftssituation unklar erscheint, eher ist man geneigt hier die Zügel straffer zu führen.



Unternehmen klagen zunehmend über die 'innere Kündigung' oder den 'heimlichen Ausstieg' der Mitarbeiter, über Motivations probleme und Frustgefühle am Arbeitsplatz.

Als Hauptursache für die Unzufriedenheit auf beiden Seiten gilt die Kluft zwischen Arbeitnehmer – Wunsch und Arbeitswelt – Wirklichkeit.

72 % aller Beschäftigten müssen enttäuscht eingestehen, daß sie sich in Ihrer Arbeit nicht selbst verwirklichen können.

Auf der anderen Seite fehlt vielen Friseurinnen die Motivation sich für ihren Betrieb einzusetzen. Zu oft stehen Lob und Kritik nicht im richtigen Verhältnis zueinander. Tagtäglich spielen sich in bundesdeutschen Salons die gleichen Szenen ab. Chefs greifen vor der Kundschaft in das Arbeitsgeschehen der Mitarbeiter ein.

Wenn etwas falsch gemacht wird muß Einhalt geboten werden, aber muß das demütigend vor der Kundschaft passieren?

Seit Jahrzehnten kenne ich Kunden/innen die sagen: 'Bitte ...nicht den Chef an meinen Kopf'. Dieser aber eilt herbei, nimmt der Friseurin die Schere aus der Hand und zeigt was alles 'falsch' gemacht wurde.

Der Friseurberuf ist kreativ. Warum aber betrachten manche Chefs die ihnen vertraute Technik als die einzig richtige, - und alles andere als falsch?
Wäre es nicht schrecklich wenn alle Köche jedes Rezept 100% gleich kreieren würden?

Es mag prokant klingen, aber manchmal habe ich den Eindruck das bewußt Leistungen kritisiert werden, einer nicht ganz perfekten Kraft muß man schließlich keinen Höchstlohn zahlen.....!

Seit Jahren verlaufen die Lohnerhöhungen parallel zum Preisindex. Das heißt die Beschäftigten der Friseurhandwerks haben seit Jahren nur den Ausgleich der Preiserhöhungen erfahren. Oftmals nicht nur dieses, denn die Trinkgelder sind rückläufig. Gleich viel oder weniger Lohn, bei deutlich mehr Einsatz für ein Qualitätsmanagent?

Weihnachten 1998 wurde den Mitarbeitern der Branche das gerade erst zugestandene Weihnachtsgeld wieder drastisch gekürzt. In den Monaten danach erfolgt ein deutlicher Umsatzeinbruch, Zufall oder innere Kündigung?

Was wir brauchen sind Führungskräfte die unsere Mitarbeiter als Partner ernst nehmen und mit ihnen Konsens und Übereinstimmung herstellen, die umsetzen statt durchsetzen, sich auch für die Belange der Menschen in den Betrieben interessieren.

Die Interessen der Mitarbeiter ernst nehmen, loben, motivieren und gerecht entlohnen hat Zukunft. Bisher leider in zu wenigen (aber vielleicht auch deshalb erfolgreichen) Betrieben gängige Praxis.
22.05.2012 - 21:17:01

Letzte Aktualisierung: 22.05.2012
ISSN - 2190-9873