
Hierbei spielt das Eigenkapital eine wichtige Rolle!
Bei der Organisation einer Gründung muss man auf die genaue Angabe des kurz- und langfristigen Kapitalbedarfs achten: Man deckt ihn mit dem Eigen- und Fremdkapital.
Fremdkapital wird durch Bankkredite, sowie auch durch Kredite aus öffentlichen Förderprogrammen des Bundes und der Länder angeboten – diese sind oftmals zinsgünstig. Die meisten jungen Firmen weisen durch ihre täppische Eigenkapitalausstattung oft Notlagen auf – deswegen soll hier der wichtige Einfluss des Eigenkaptals verdeutlich werden.
Je höher das Eigenkapital ist – desto mehr Sicherheit gewinnt man dadurch: Man kann Liquiditätsprobleme verringern. Diese können leicht zustande kommen, wenn beispielsweise kleine Aberrationen von den Plandaten zustande kommen (Aufträge werden Vorfinanziert, dürftige Umsätze bei der Marktführung). Durch viel Eigenkapital ist man flexibel und kann schnell handeln, wenn beispielsweise investieren falls der Markt sich ändert. Wer nur wenig Eigenkapital hat – der kann nicht so schnell auf Veränderungen reagieren. Auch die Bundesregierung und die neuen Bundesländer wissen genau, wie wichtig das Eigenkapital ist: Hier werden Programme (EKH) angeboten, mit denen man sich eine Existenz gründen kann.
Auch durch andere Geschäftspartner kann das Eigenkapital erhöht werden. Positiv hierbei – besonders für junge Unternehmen - ist, dass dadurch noch weitere Erfahrungen und Tipps in das Unternehmen einfließen können. In den neuen Bun¬desländern können aus dem KfW-Beteiligungsfonds Ost außerdem Mittel aus der Eigenkapitalhilfe als Eigenkapital einberuft werden. Außerdem kann man anstatt von einem Geschäftspartner kann man auch die öffentlich geförderte Kapitalbeteiligungsgesellschaft mit einbinden: Hier werden Beteiligungssummen ab 100.000 Mark investiert – in Form von einer stillen Beteiligung mit billigen Konditionen.
Wenn das Gründungskonzept freilich gewagt ist, aber auch einmalige Aussichten bewahrt, so kommen auch private Kapitalbeteiligungsgesellschaften oder ‚Venture Capital‘-Unternehmen in Erwägung. Oft wollen sie fühlbar erheblichere Gesamtbeträge einsetzen (ab 1 Million Mark) -und erhoffen parallel hochgradigere Profite. Der Vorteil liegt hier in der beträchtlichen Finan¬zierungskompetenz und Finanzkraft: Man benötigt diese, wenn man kommende Finanzierungsrunden – welche beim Unternehmenswachstums zustande kommen – mitzutragen. Zudem leiten sie den Unternehmer bei alle bedeutenden Fragestellungen an. Spezielle Bedeutung für den Bereich Deutschland kommt technologieorientierten Unternehmen zu. Die Technologie-Beteili¬gungsgesellschaft (tbg) der Deutschen Aus¬gleichsbank veräußert im Verbund mit eigenen Beteiligungspartnern solchen Vorhaben zur eigenen Gründung besondere Anteilnahmen an.
Eigenes Kapital bedeutet Fremdkapital, denn das eingesetzte Eigenkapital wird bei Sparkassen und Banken als Maßstab für die Ernsthaftigkeit eines Projekts genommen. Somit kann derjenige, der viel investiert, davon ausgehen, dass er so Außenstehende leichter für seine Planung gewinnen kann. Dadurch kann eine Kreditvergabe erleichtert werden.
Auch wollen viele Kreditinstitute noch andere Sicherheiten: Wenn man diese nicht hat, ist es sinnvoll die Bürgschaftsinstitute in den einzelnen Bundesländern zur Hilfe zu nehmen. Mit der Rückgarantie des Bundes und des Landes sorgen sie für besagende Ausfallbürgschaften.
Wenn man noch Dritte davon für sich gewinnen möchte, der sollte den möglichen Beteiligungsgebern gänzliche und ausholende Geschäftsunterlagen geben, wo alle Möglichkeiten und Gefahren nachzulesen sind. Man muss aber auch zudem persönlich überzeugen können.
Kein Konzept – kein Geld!
Nur durch eine ansprechende Geschäftsidee und ein genaues Konzept kann man Kredite und finanzielle Fördermittel bekommen – da nur eine sinnvolle Planung die möglichen Geldgeber überzeugen kann. In dem onzept sollten auf jeden Fall die möglichen Chancen – sowie auch die Gefahren zu finden sein. Auch wichtig hierbei sind Argumente für den ausgesuchten Standort, eine Annahme der Entwicklung des Marktes, Angaben über die Konkurrenz oder beabsichtigte Geschäftsverbindungen.
Aufbau:
● Zeitpunkt der Gründung
● Gründerperson:
- Persönliche Angaben/Lebenslauf
- fachliche + kaufmännische Qualifikation
● Produkt + Leistung:
- Welches Produkt wird angeboten?
- Welche Leistung?
- Gibt es ein zusätzliches Serviceangebot?
● Wie bekannt ist das Produkt/die Leistung?
● Verkaufspreis
● Was kostet die Produktherstellung / Dienstleistung?
● Welches Risiko für das Unternehmen gibt es?
● Geschäftsverbindungen:
- Name + Qualifikation von Unternehmenspartner
- Qualifikation + Anzahl der Mitarbeiter
● Leistungen/Name der Lieferanten
● Markteinschätzung:
- Welche Kundenzielgruppe?
- Absatzmenge?
- Vertriebswege?
● Kann es Marktveränderungen geben? Welche PR ist dann geplant?
● Standort:
- Was sind die Vorteile im Bezug auf das Produkt/Leistung?
- Bedingungen des Standortes, z.B.: Verkehrsanbindung, Parkplätze, Anwohnerstruktur.
- Entwicklung des Standortes in Zukunft.
● Analyse der Konkurrenz:
- Wie Konkurrenten gibt es?
- Wo?
- Was sind ihre Preise & Leistungen?
● Planung der Finanz:
- Investitionsplan
- Kapitalbedarfsplan
- Umsatzplan
- Für drei Jahre: Umsatz- + Ergebnispläne
- Liquiditätsplan
● Aussichten für die Zukunft:
- Branchenentwicklung
- Nachtrageentwicklung
- Konkurrenzentwicklung
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