
.. die Schwarzarbeit wächst immer weiter und schadet vielen. In vielen Orten und Bereichen ist sie ständig ein großes Thema.
Jahresversammlung der Friseurinnung - Über Schwarzarbeit
Die Wirtschaftskrise hat sich im Jahr 2009 auch im Handwerk des Friseurs ausgewirkt, sagt Obermeisterin Ruth Goertz auf der Jahresversammlung aus. Zudem bezog sie sich in ihrer Rede noch auf eine Umfrage per Internet des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Daran könne man sehen, dass die eigentliche Grundstimmung trotzdem gut bleibe.
Die Teilnehmer der Internet-Umfrage bewerten die Entwicklung ihrer Salons im Thema Wirtschaft (in den letzten sechs Monaten) als positiv(40 Prozent). Nur 21,2 Prozent der Teilnehmer bewerteten die Situation als negativ bzw. schlecht. Das Friseurhandwerk Goertz leidet trotzdem weiterhin unter der Schwarzarbeit und den Wettbewerbsverzerrungen durch mehrwertsteuerfreie, kleinere Betriebe.
Gleich wie eh und je ist jedoch der hohe gesellschaftliche Stellenwert von Wohlbefinden und Schönheit. Die Obermeisterin erklärt hierzu, dass der individuelle Look für den Großteil der Menschen ein Ausdruck für Mode und Persönlichkeit ist - was relevant für die berufliche, sowie auch private Entwicklung ist.
Außerdem sagte die Obermeistern aus, dass man den Erfolg im Beruf und die Zufriedenheit über das Geschaffene nicht unterschätzen sollte - so ist es sehr wichtig, dass sich nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Unternehmen des Friseurhandwerks sich ständig aus- und weiterbilden. Auch trotz der Wirtschaftskrise bleiben die Kunden nämlich weiterhin anspruchsvoll und wollen die Dienstleistungen niveauvoll erfüllt bekommen. Wichtig sind Weiterbildungsangebote und Seminare, denn hierdurch bleibt man immer auf dem aktuellen Stand von Techniken und Mode. Nur so hat man weiterhin in der Wirtschaft Erfolg und die Arbeitsplätze werden in Sicherheit gewogen. Auch Katrin Rutter und Markus Fischer (Modeteam) teilen diese Meinung. Es geht nicht nur um das Schneiden der Kundenhaare, sondern um weitaus mehr.
Lehrlingsanwartin Christa Rutter sagte aus, dass viele junge Menschen den Beruf des Friseurs ausüben möchten. Sehen kann man dies beispielsweise an dem Berufsfindungstag in der Carl-Gotthard-Langhans-Schule. Dieses Angebot nutzen sehr viele Schüler um sich über den Friseurberuf zu informieren. Die Wolfenbütteler Friseurinnung zählt zurzeit 32 Auszubildende ..
Kreis-Tülbingen ruft auf: Schwarzarbeit melden!
Hier sind besonders die Bereiche Bau-, Ausbaubetriebe und Friseurhandwerk betroffen.
Hier gehen einige sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren. Schuld ist die Schwarzarbeit. Ausfälle in Milliardenhöhe verzeichnen hier die Sozialkassen, Staat und die Berufsgenossenschaften. Grund dafür ist, dass billige Anbieter oder Menschen, die keinen Eintrag in der Handwerksrolle in einer Handwerkskammer beweisen können, den gesetztestreuen Unternehmen die Aufträge bzw. Projekte 'klauen'.
Hier bittet die Kreishandwerkerschaft die Bürger um ihre Mithilfe. Wenn man den Verdacht auf Schwarzarbeit hat, soll man sich an die Kreishandwerkerschaft oder an die Polizeidirektion wenden.
Schwarzarbeit in OWL steigt
Nach den Angaben der Bielefelder Handwerkspräsidentin Lena Strothmann 'wächst' die Schwarzarbeit in Deutschland immer weiter. Im Handwerk in OWL (mit 967.000 Betrieben und 4,8 Millionen Angestellten) sind alleine durch die Schwarzarbeit schon circa Umsatzverluste von 50 Milliarden €uro gegenüber dem Vorjahr gegenüber zu verzeichnen. Dies sind ungefähr zehn Prozent des Gesamtumsatzes. .. und die Schwarzarbeit wächst stetig.
Besonders häufig kommt sie im Bereich Bauhauptgewerbe (Dachdecker, Zimmerer, Maurer), aber auch im Kfz- und Friseurhandwerk vor.
In OWL wurden im Jahr 2009 Bußgelder in Höhe von ungefähr 133.00 Euro festgesetzt, dies sind 51.000€ mehr als im vorigen Jahr. Schwarzarbeit ist laut der Präsidentin kein 'Kavaliersdelikt', denn hier leidet nicht nur der Mittelstand drunter - sondern das gesamte System für Finanzen und Soziales.
Die Präsidentin meint, der höhere Steuerbonus auf Handwerksleistungen kann der Schwarzarbeit mittelfristig etwas entgegenwirken. Für Renovierungen bzw. Modernisierungen kann jeder Wohnungseigentümer oder Mieter 20 Prozent bis zu max. 6.000 €uro von der Steuer abziehen lassen.
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