Nails Allgemeines Wissen

Nägel zum Ankleben?

Man findet sie in Drogeriemärkten, die Preissparte ist weit. Die Nägel bestehen aus einem Kunststoff und werden mit einem Cyanaacylatklebstoff – also ein Sekundenkleber – über den ganzen natürlichen Fingernagel geklebt. Von der Zeit her ist es nicht so aufwändig und vom Preis her nicht so teuer wie bei beispielsweise Gel-Nägeln, jedoch sind sie nicht für den dauerhaften Einsatz geeignet und sie sehen auch künstlicher aus.

Sie sind geeignet für besondere Anlässe, denn bei unsachgemäßer Anwendung über längere Zeiträume kann es durch den Klebstoff zu Pilzen etc. kommen.

Viele Studios bieten diese Arbeitsweise nicht an – sie ist eher für den heimischen Gebrauch geeignet.


Nagelmodellage:

Wie läuft eine Nagelmodellage ab?

1.Zuerst werden Hände und Nägel desinfiziert.

2.Die Nägel werden entfettet, die Nagelhaut zurück geschoben und durch einen Buffer vorbereitet für die Modellage.

3.Bei einer Verlängerung: Jetzt werden mit Nagelkleber die Nagelspitzen (Kunststoff) angeklebt.

4.Eine andere Art ist es noch mit einer Schablone zu arbeiten. Sie wird passend unter den Naturnagel gedrückt bzw. geschoben – darauf wird danach die Verlängerung geformt.

5.Bei einer Verstärkung: Hierbei wird nur der natürliche Nagel mit einer Schicht Modellagekunststoff überzogen – so wird er geschützt.


Material & Arten?

Künstliche Nägel bestehen immer aus einem Acryl. Sie unterscheiden sich in ihrer Verarbeitung und Aushärtung.

Acryl = Solche Nägel werden durch ein Zweikomponentenacryls gemacht – einer Flüssigkeit und einem feinem Pulver aus Acryl. Man nennt es auch Pulver-Flüssigkeit-System. Wenn man die Stoffe miteinander vermengt hat, dann härten sie von selber aus. Es ist machbar den ganzen Nagel sehr dünn und genau zu bearbeiten – dies macht eine große Härte aus.

Gel = Das Gel für die Nägel besteht hier aus einem UV-reaktiven Acrylgel, dieses wird dann unter UV-Gel hart. Die Nägel werden mit Gel modelliert und dann in ein spezielles Härtungsgerät gelegt – nach 1 bis 2 Minuten unter der Lampe ist das Gel hart. Bei dieser Technik ist es besonders leicht farbige Gele, Kristallsteinchen oder Einlegemotive zu verarbeiten.

Fiberglas = Diese Technik ist heute nichtmehr so verbreitet. Hier werden Textilstreifen (oftmals Glasfaser/Seide) durch Resinkleber in mehreren Schichten ausgetragen und auch versiegelt. Heutzutage benutzt man diese Technik manchmal noch um Naturnägel, welche eingerissen sind, zu reparieren – da sie durch diese Art wieder die benötigte Stabilität bekommen.


Nail-Art?

Hierrunter versteht man die Verzierung bzw. das Schmücken des nun fertigen Nagels. Bevorzugt ist der schlichte Frenchlook, hier wird die Nagelspitze hell (natur bis hin zu weiß) und der restliche Nagel transparent bzw. milchig gearbeitet.

Aber es gibt noch viele weitere, ausgefallenere Arten: Man kann sie mit Airbrushmotiven versehen, mit Farben schmücken, Glitter aufbringen oder auffällige Formen feilen.

Genauso möglich ist es aber auch, dass der Kunstnagel genauso natürlich aussieht wie ein echter Nagel.
21.05.2012 - 22:49:06

Letzte Aktualisierung: 18.05.2012
ISSN - 2190-9873