Inhaltsstoffe und Anforderungen

Anforderungen des Produktes:
Der Preis macht abhängig ob in einem Produkt höherwertige Rohstoffe oder günstige Inhaltsstoffe enthalten sind. Das Produkt soll folgenden Anforderungen entsprechen:

○ Das Haar wird gut gereinigt.
○ Unempfindlichkeit gegen Wasserhärte.
○ Gibt dem Haar Pflege, Glanz oder Glätte
○ Es sollte biologisch abbaubar sein.
○ Hautverträglichkeit.
○ Schaumvermögen.

Zusammensetzung des Produktes:
Obgleich das Shampoo nur Reinigen soll, ist es vielschichtiges ausgebautes Produkt, welches für eine spezielle Fraktion von Menschen entwickelt ist: Durchschnittlich sind in ihm circa 10 bis 20 (teilweise auch bis zu 30) Rezepturbestandteile enthalten – jeder Bestandteil sorgt für eine gewünschte Aufgabe, abhängig ist dies von ihrer Konzentration. Die Waschrohstoffe sind neben dem Wasser der Hauptbestandteil – sie sorgen für die Reinigung und die essentielle Produktleistung. Eine zweite und dritte Gruppe wird aus den Hilfs- und Wirkstoffen erzeugt.

Normalerweise besteht ein Shampoo aus diesen Bestandteilen:

○ Tenside: Sie sind – neben Wasser – der Hauptbestandteil von Shampoo. Verwendet werden nur anionische (z.B. Alkylsulfate, Alkylethersulfate) und amphotere Tenside – sie sind waschaktive Substanzen (WAS). Sie sorgen in Wasser für eine Lösung von Schmutz- und Fettablagerungen im Haar und machen somit die reinigende Wirkung des Shampoos erst möglich.

○ Alkylsulfate: Sie dienten als erste synthetische Shampoo-Tenside und werden bis heute benutzt. Ihre Funktion zur Reinigung und Schaumbildung ist hoch, jedoch haben sie auch negative Stellungen: Eine Sensibilität gegen Wasserhärte, minderwertige Kältelöslichkeit und keine gute Hautverträglichkeit – jedoch kann dies durch das Beifügen von anderen Tensiden behoben werden.

○ Alkylethersulfate: Von Vorteil ist, dass sie unsensibel gegenüber Wasserhärte sind. Ihre Hautverträglichkeit ist besser als die von Alkylsulfaten. Oft benutzt werden sie in der Mischung mit Alkylethersulfaten, welche aus zwei- sowie dreifach ethoxyliertem Lauryl- und Myristtylalkohol bestehen.

○ Alkylethercarboxylate: Mit eines der sanftesten Tenside, aber mit einem schlechtes Schaumvermögen – deswegen werden sie in Mischung mit Alkylethersulfaten benutzt.

○ Eiweiß-Fettkondensate: Positiv sind hier die gute Hautverträglichkeit und die haarpflegende Wirkung, nachteilig ist aber, dass hier mehr Konservierungsmittel gebraucht wird.

○ Sulfobernsteinsäureester: Die Schaumwirkung ist gut und es ist sanft zur Haut.

○ Alkylpolyglykoside: Die einzigen nichtionischen Waschrohstoffe: Ihre Tensideeigenschaften sind günstiger und die Hautverträglichkeit ist besser.

○ Farbstoffe & Parfümöle
Sie werten das Produkt sensorisch auf – so sollen Farb- oder Duftstoffe beispielsweise das Shampoo interessanter für den Käufer machen. Es sollen natürliche, sowie auch neue Dufteffekte (Phantasienoten) erzeugt werden. Zudem werden kleine Kristallplättchen (aus Fettsäureestern und Fettsäurealkanolamiden) zugeführt – sie sorgen für den matten „Perlglanz“ des Shampoos.

○ Konservierungsmittel: Shampoos müssen aufgrund des hohen Wassergehalts vor Keimen geschützt werden – dafür sorgen die Konservierungsmittel/Biozide. Falls das Produkt einen hohen Tensidgehalt hat, dann sind Konservierungsmittel teilweise nicht nötig. Die Hersteller bevorzugen antimikrobiell wirksame Stoffe (auch wenn mikrobiologische Roh-, Hilfs- und Wirkstoffe vorgeprüft und benutzt werden), da sich so das Produkt nicht verändert und die Mindesthaltbarkeitszeit stimmt. Zum Konservieren werden Harnstoff-Kondensatze, , p-Hydroxybenzoesäureester, Phenoxyethanol, Methyldibromoglutaronitril, Benzoesäure, Salicylsäure verwendet. In vergangenen Zeiten wurden Formaldehyd zur Konservierung benutzt – aber es ist hautreizend, was beim Käufer für einen schlechten Ruf gesorgt hat. Ab einer Konzentration von 0,05% muss es deklariert werden.

○ Komplexbildner: Bei der Shampoo-Herstellung gelangen manchmal Metallionen (Eisenionen) hinein – dies wirkt durch Komplexbildner (Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure) verhindert.
○ Puffer: Benutzt werden Phosphat-, oder Lactatpuffer: Sie sorgen für die Beständigkeit des pH-Wertes, da hierdurch die Haut, das Haar und pH-sensible Komponenten geschützt werden.

○ UV Absorber: Sie sorgen dafür, dass die im Produkt vorkommenden Farbstoffe nicht vom Licht zerstört werden. Verwendet werden sogenannte Lichtschutzfiltersubstanzen, wie beispielsweise Benzophenon- oder Campher-Derivate.
21.05.2012 - 22:44:09

Letzte Aktualisierung: 18.05.2012
ISSN - 2190-9873