Reichtum als Friseur!?

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Reichtum als Unternehmer
Aus Sicht vieler Verbraucher aber auch Mitarbeiter sind alle Unternehmer vermögend.
Was Sie als Chef verdienen geht niemanden etwas an, aber so lange solche Meinungen vorherrschen werden Sie wenig Zustimmung für Preisänderungen oder abgelehnte Lohnforderungen ernten.
Was verdient man eigentlich als Friseur-Unternehmer?

Bei den Preisen....!? Sicher eine ganze Menge! Abgesehen davon das nach Meinung mancher Bürger Unternehmer sowieso das Geld mit der Schubkarre nach Hause fahren, gibt es eine ganze Menge solcher Vorurteile.

Was braucht man schon zum Haare schneiden? Einen Raum, Schere, Stuhl, Umhang. Ein wenig Wasser und Shampoo , der Gewinn muss enorm sein. Gedanken die selbst manchen Friseurinnen zu eigen sind.
Nicht wenige machen sich mit einer solchen Idee sogar auf den Weg in die Selbstständigkeit.

Die Realität sieht anders aus. Das zeigt auch die Wella EVA Erfolgs Vergleichs Analyse.

(Die EVA Betriebsvergleiche der Wella AG gelten seit Jahren als das Trendbarometer im Deutschen Friseurhandwerk. Hier die wichtigsten Zahlen aus der aktuellen EVA Präsentation 2007 vorgestellt während der Hair & Beauty in Frankfurt, Mai 2007)

Der EVA Durchschnittssalon verzeichnete einen Gewinnanteil vor Steuern von 18,7 Prozent vom Umsatz
der durchschnittliche Salon erwirtschaftete
71,1% des Gesamt-Umsatzes im Damensalon
20,6% des Gesamt-Umsatzes im Herrensalon
8,3% des Gesamt-Umsatzes im Verkauf

Der Gesamt-Umsatz (100%) belief sich auf durchschnittlich 166.682,-
18,7 % Gewinn vor Steuern sind beim Durchschnitts-Salon 31.170,- € / Jahr

Hiervon müssen nach vorsichtiger Schätzung rund 50 % für Einkommensteuer, Krankenversicherung und Altersvorsorge aufgewendet werden so das netto 15.585,- € verbleiben. ( pro Jahr)

Das bedeutet ein verfügbares Netto-Einkommen von 1.299,- € pro Monat für den Unternehmer.

Anmerkung:
Dieses Rechenbeispiel ist selbstverständlich nicht repräsentativ. Im Einzelnen kánn die Höhe der Netto-Einkommen abhängig von Steuerklasse, Familienstand und Vorsorgeaufwendungen mehr oder weniger starke Differenzen aufweisen.

Aus dieser eher mäßigen Einkommenssituation der Unternehmer heraus wird es verständlich wenn zu wenig Geld für Investitionen und Rückstellungen vorhanden ist, die Eigenkapitalquote nicht optimal ist.
Im Durchschnitt wiesen die Salons 8,9 % Fehlkapital auf

21.05.2012 - 22:08:20

Letzte Aktualisierung: 18.05.2012
ISSN - 2190-9873


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