Mitarbeiter ans Ziel führen

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Der Ärger mit den Mitarbeitern...

Vieles ist den Mitarbeitern in den Salons nicht bekannt, vieles kennen sie nicht, haben sie nie kennengelernt!
Es ist Sache des Chefs das Gespräch zu suchen.und Mitarbeiter ans Ziel zu führen...

Probleme und unterschiedliche Meinungen über die Leistung von Miitarbeitern wird es immer geben. Wer als Friseurunternehmer allerdings die Einstellung vertritt "Frisösen" sind sowieso alle unfähig sollte überlegen ob er nicht besser als Entertainer seinen Salon führen will.
Fakt ist: Vieles ist den Mitarbeitern in den Salons nicht bekannt, vieles kennen Sie nicht, haben sie nie kennengelernt! Es ist Sache des Chefs das Gespräch zu suchen.und Mitarbeiter ans Ziel zu führen...
Gedanken von

Immer anders

Wer seit Jahrzehnten im Friseurhandwerk Gespräche mit Mitarbeitern führt, sammelt Erfahrungen, die über das Normale weit hinausgehen. Im Büro wertet man dann auch noch die Daten der Betriebsstätten aus und wundert sich über die zum Teil großen Abweichungen zwischen einem Betrieb und einem anderen, scheinbar gleichen, Betrieb. Die Ursachen sind vielfältig.

Wertschöpfunq unzureichend

Im Friseurhandwerk ist heute sehr oft eine zu geringe Wertschöpfung zu beobachten. Das gilt vor. allem dann, wenn einerseits die Angebotspreise niedrig sind, die Mitarbeiter aber in ihren Arbeitsabläufen alten Schemata folgen, weil sie die modernen Arbeitsschritte nicht gelernt haben, und wenn seitens der Führung des Unternehmens wenig bis kein Steuerungs-, kein Führungs- und kein Controllingverständnis vorhanden ist.

Dabei wird manchmal übersehen, dass gerade Friseurinnen in der Regel ein schwaches Selbstbild besitzen, Feedback vornehmlich bei Kunden/Kundinnen suchen, wenn sie nicht in Teamentwicklungsprozessen lernen, bei der Gestaltung ihrer Rolle im Unternehmen auch unter wirtschaftlichen Aspekten zu wirken und zu leben.

Berufserfahrungen bestimmen das Verständnis

Friseurinnen haben im Gegensatz zu der Mehrheit der arbeitenden Menschen keine arbeitsteiligen Industriesysteme kennengelernt, sondern erbrachten fast immer in einer Art von Autonomie ihre Leistungen.

Objektive Maßstäbe sind ihnen fremd.
Hierarchische Erfahrungen fehlen.

Das Lob des Kunden ist ihnen wichtig. Das Trinkgeld natürlich auch. Dabei gilt: Viel Trinkgeld = Ich habe es gut gemacht und umgekehrt. Deswegen leisten viele Friseurinnen nicht das, was für das Unternehmen gut ist, sondern verbünden sich mit dem Kunden, der Kundin zum Nachteil der Kasseneinnahme.

Fehlt es an Führung, absorbieren die Teams ihre reichlich existierende Unsicherheit, „vergessen" alles das, was sie nicht leisten können, z. B. weil sie es damals in dem kleinen Lehrbetrieb erst gar nicht gelernt haben...

Das Ergebnis ist eine Nichtleistung, von der die Inhaber nichts mitbekommen.

Und so reden die Friseurinnen im Alltag: „Das steht ihnen nicht..." oder „Das machen wir nicht..." Und das sanktioniert jeder Kunde. In anderen Branchen, so sind seine Erfahrungen, erlebt er „Beratung" völlig anders. Da wird er gedrängelt, dieses oder jenes Produkt zu kaufen. Bei diesen Friseurinnen aber spart er schließlich nur...

Ein riesiger Markt bleibt unbearbeitet

Anhand der Datenaufarbeitung lassen sich durch unsere Bearbeitung die Schwächen jeder einzelnen Friseurin identifizieren und im Idealfalle nach Gesprächen und Veränderungen des Verhaltensrepertoires mit punktgenauer Weiterbildung abstellen. Das Ergebnis ist in der Regel eine Leistungssteigerung, die in Euro ablesbar ist. Die Leistungsfreude wird dabei gefördert, von Kunden und vom Chef erfährt die Friseurin Belohnungen und die Schaffung besserer Mehrwerte wird wie nebenbei endlich erreicht.

Mit Menschen umgehen

Friseurinnen arbeiten nicht in einer digitalisierten sondern einer realen, originären, greif- und fühlbaren Welt. Sie haben damit Chancen, ihre Schlüsselqualifikation „Umgang mit Menschen" sowohl als Team player aber auch als emotionales Wesen auszuleben. Gerade dafür brauchen sie Anleitungen, Vorgaben und Hilfestellungen vor allem in diffusen Situationen.

Die Selbstführungskonzepte der meisten Friseurinnen müssen überarbeitet werden. Wann beginnen wir?

Autor:
Betriebswirt Karl Wilhelm Goebel - Unternehmensberatung Goebel www.goebelberatung.de
 
21.05.2012 - 22:07:29

Letzte Aktualisierung: 18.05.2012
ISSN - 2190-9873


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