Nächste Razzia

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat am 24.04.2009 in München erneut zugeschlagen und Friseursalons überprüft.

Im Zentrum standen dabei Sozialversicherungsverstöße im Zusammenhang mit illegaler Beschäftigung, Dumping-Löhnen und unzulässiger Handwerksausübung. Ergebnis: 4 Strafverfahren und eine Vielzahl vonOrdnungsverstößen.

"Verbraucher sollten sich immer fragen, ob nicht Lohn- und Sozialdumping die Ursachen für extrem niedrige Friseurpreise sind. Gute Qualität verlangt einen angemessenen Preis, der im wesentlichen von der angemessenen Entlohnung des Personals bestimmt wird", kommentierte Andreas Popp, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks. Die Fernsehsender Pro7 und RTL nahmen die Überprüfung zum Anlass für eine Berichterstattung.

„Der allgemeine Tariflohn liegt bei mindestens 7,04 Euro. Es ist eine Frechheit, wenn man da noch drunter geht“, sagt Doris Ortlieb vom LIV des bayerischen Friseurhandwerks. Mit der Razzia ist die Vermutung bestätigt worden, „dass es bei diesen Preisen oft nicht korrekt zugehen kann“. Zugleich betont Ortlieb aber: „Das ist nicht repräsentativ für die Gesamtzahl der Münchner Friseure.“

Den Betrieben drohen Straf- und Bußgeldverfahren. Bei den Handwerksverstößen könnte das Kreisverwaltungsreferat sogar die Schließung verfügen. Heute ist eine Krisensitzung beim Zoll, mit Vertretern von Handwerk und KVR. Eines steht bereits fest: Die Fahnder wollen Münchens Friseure demnächst „regelmäßig überprüfen“. Damit die Abzocke hoffentlich irgendwann ein Ende hat.
21.05.2012 - 21:41:42

Letzte Aktualisierung: 18.05.2012
ISSN - 2190-9873


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