
Mit der "Geiz ist geil“ Mentalität nimmt natürlich auch die Schwarzarbeit zu.
Nicht umsonst haben mittlerweile etliche Innungen Privatdedekteien beauftragt um Schwarzarbeiter ausfindig zu machen. So zum Beispiel die 180 Mitgliedbetriebe der Friseurinnung Recklinghausen. Aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren die Friseure die Arbeit eines erfahrenen Ermittlers.
Peter Klein, Obermeister der vestischen Friseurinnung druckst nach den Hintergründen befragt ein wenig herum. Warum wird im weiteren Verlauf des Gespräches deutlich, die Sache ist brisant und er möchte auch nicht als Ausländerfeindlich gelten. Es geht (auch) um eine Vielzahl kleinerer Betriebe die seit einigen Jahren die Kunden des Ruhrgebiets mit Tiefstpreisen erobern und meist von Friseuren aus Südeuropa oder dem arabischen Raum geleitet werden. Es geht dabei nicht um Berufskollegen die ordentlich mit Ausbildung und Meisterbrief ihr Geschäft betreiben, sondern um die schwarzen Schafe derer es aber reichlich gibt, betont Peter Klein.
Eine Tatsache die auch aus anderen Gebieten Deutschlands zu vernehmen ist.
Fakt ist: um ein Geschäft zu eröffnen braucht man einen Gewerbeschein, der leicht zu bekommen ist. Nach dem Meisterbrief fragt scheinbar keiner und auch im Nachhinein wird kaum kontrolliert.
So findet sich eine zunehmende Zahl von Betrieben welche das Friseurhandwerk mangels fehlendem Meisterbrief gar nicht ausüben dürften. Oftmals ist der große Befähigungsnachweis nur von Strohmännern gekauft, große Sorgen gibt es auch um die Mitarbeiter in diesen Salons. Teilweise sprechen sie nicht ein Wort Deutsch, sind oftmals per Touristenvisum eingereist. Damit dürfen sie 3 Monate in der Bundesrepublik bleiben... und eigentlich keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen; eigentlich!
Zurück nach Recklinghausen zu Obermeister Klein. Er berichtet von seinem Mann der die schwarzen Schafe ermittelt und von seinem Ärger mit den weiteren Behörden..
Ausführlich und akribisch werden die Ermittlungen dokumentiert und dann der Handwerkskammer bzw. dem Ordnungsamt übergeben. Traurig aber wahr: meist passiert nichts oder nicht viel.
Ein Trend der bis vor einiger Zeit vorherrschend war, sich aber in einigen Regierungsbezirken zu ändern scheint.
Schwarzarbeit wird seit einiger Zeit als Straftat verfolgt. Lesen Sie hier.. .
Quelle: Rene Krombholz für TopHair International - Weiterverwendung auch Auszugsweise nur mit Genehmigung des Autors und Quellenhinweis www.friseur-news.de
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07.02.2012 - 21:00:16 Letzte Aktualisierung: 07.02.2012
ISSN - 2190-9873
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