Transnet macht Druck

Die Gewerkschaft Transnet hat an alle DGB-Gewerkschaften appelliert, sämtliche Tarifvereinbarungen zu kündigen, die unterhalb der geforderten Mindestlohn-Grenze von 7,50 Euro liegen. Unter dieser Grenze habe man es mit «Armutslöhnen» zu tun, sagte das für Tariffragen zuständige Transnet-Vorstandsmitglied Alexander Kirchner der «Leipziger Volkszeitung». Transnet habe die Kündigung solcher Verträge bereits 2006 beschlossen

Angesichts vereinbarter Löhne für das Friseurhandwerk in Brandenburg und Sachsen-Anhalt von 3,05 Euro sagte der Transnet-Experte: «Die Forderung von 7,50 Euro ist realistisch und vernünftig. Wir haben entschieden, keine Tarifverträge abzuschließen, die unterhalb des Armutslohns von 7,50 Euro liegen. Der DGB insgesamt und seine Einzelgewerkschaften sollten sich dieser Linie anschließen.»

Man müsse im Einzelfall bewerten, wie niedrige Tarifverträge zu Stande kämen und auch im Einzelfall entscheiden, was erreichbar sei. «Transnet hat das für unsere Branche festgelegt», sagte Kirchner. Bei der geforderten Mindestlohn-Höhe von 7,50 Euro gehe es nicht nur um Symbolik. In fast jedem EU-Land gebe es Vereinbarungen zum Mindestlohn. «Mit 7,50 Euro läge Deutschland eher im unteren oder mittleren Bereich.»

Quelle: netzeitung.de

18.05.2012 - 06:43:45

Letzte Aktualisierung: 17.05.2012
ISSN - 2190-9873


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