| Mindestlöhne vernichten .. |
Einen Mindestlohn für Friseure lehnt die Branche ab und will dies gegenüber der Politik auch deutlich machen. Darin war man sich auf der Frühjahrstagung des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) einig. „Mindestlöhne vernichten Arbeitsplätze und schaden damit sowohl den Unternehmen wie den Beschäftigten", sagte ZV-Präsident Andreas Popp im Kreis der Landesinnungsmeister und Geschäftsführer der Landesverbände (LIV) in Köln.
In Hinblick auf die Reform der Unfallversicherung mahnten Zentralverband und Landesverbände, auf zusätzliche Belastungen der Betriebe zu verzichten. Neben den Diskussionen um Mindestlohn und Unternehmerpflichtversicherung gehörten auch die Strukturreform und die neue Ausbildungsordnung zu den zentralen Themen in Köln.
Mindestlohn:
Friseurhandwerk ist nicht Spielball politischer Deals in der Koalition
Heftige Kritik äußerten die Vertreter von ZV und LIV an der aktuellen Mindestlohn-Debatte in der Großen Koalition. „Das Friseurhandwerk soll nicht zum Spielball einer Politik werden, die wider alle wirtschaftliche Vernunft derzeit frei nach dem Motto .Gibst du mir ein wenig Mindestlohn, geb' ich dir ein wenig Kombilohn' agiert", sagte ZV-Präsident Popp.
Einen gesetzlichen Mindestlohn lehnt der Zentralverband kategorisch ab, weil er einen massiven Eingriff in die Tarifautonomie bedeuten würde. Darüber hinaus würde die Einführung von Mindestlöhnen einen spürbaren Beschäftigungsabbau nach sich ziehen und die Unternehmen einer noch stärkeren Schwarzmarkt-Konkurrenz ausliefern.
Auch die Idee von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering stößt in der Branche auf Ablehnung. ZV-Präsident Andreas Popp betonte in Köln: „Im Friseurhandwerk gibt es keine Entsende-Problematik und insofern entbehrt der Versuch, die Friseurbranche ins Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufzunehmen ihrer ursprünglichen Grundlage."
Der Zentralverband nimmt die tarifpolitische Aufgabe im Friseurhandwerk sehr ernst und regt stattdessen an, das System der Tarifkonditionen weiterzuentwickeln. Der Zentralverband wird sich intensiv in die politische Diskussion einschalten. Nach der internen Abstimmung mit den LIV sowie den Gesprächen mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) wird er nun in den nächsten Wochen die Position des Friseurhandwerks gegenüber den Mcinungsbildern in Parlament und Regierung artikulieren und in die Schaltstellen der politischen Entscheidungsfindung einbringen
Quelle: Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks
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