
Einst und Heute
Friseure und Computer – Anfangs, vor rund 20 Jahren, eine Kombination die nicht so recht passen wollte. Handwerkliche, ja künstlerische Arbeit, emotionale Dienstleitung und auf der einen, kalte Technik, nüchterne Zahle auf der anderen Seite. Viele Friseure taten sich schwer, Unverständnis und Berührungsängste kamen hinzu. Bekanntlich waren Friseure immer schon bessere Künstler als gute Kaufleute, eine Tatsache die sich in den letzten Jahren deutlich wandelt. Kosten-, und Wettbewerbsdruck zwingen ebenso zum Rechnen mit dem spitzen Bleistift wie das Ranking der Banken. Aktuelle Zahlen, Controlling, Leistungsstatistiken sind (überlebens)wichtig geworden. Die Mehrheit der Friseure hat dieser Erkenntnis Rechnung getragen und sich für die EDV entschieden.
Software ausgereift
Die Softwareprogramme für das Friseurhandwerk sind in den letzten Jahren ausgereift und stark gewachsen. Viele bieten einen derart großen Leistungsumfang das es manchen Kunden schon wieder zu abgespeckten Versionen verleitet, die übrigens schon für einen recht geringen Preis zu erwerben sind. Aber auch umfangreiche und leistungsfähige Kassenprogramme müssen nicht unbedingt teuer sein, eine verblüffende Tatsache die sich auch in dieser Marktübersicht zeigt.
Marktübersicht
Welche Software benötigt welchen PC? Darüber brauchen wir nicht mehr berichten, sind bereits preiswerte PCs durchaus in der Lage den Erfordernissen aller Programme nachzukommen.
Während wir in den letzten Jahren hauptsächlich den Leistungsumfang der einzelnen Programme verglichen haben, möchten wir diesmal darauf verzichten diese Details zu erläutern. So gut wie alle Anbieter haben inzwischen neben dem Kassenprogramm eine Kundenkartei, Lagerverwaltung oder Leistungsstatistiken integriert. Ob in einer Kundenkartei auch das Foto der Kundin vorhanden sein muss oder nicht, wie viel Möglichkeiten der statistischen Auswertung sinnvoll sind und Anderes, das entscheidet der Kaufinteressent am besten selber, entweder beim testen einer Demoversion oder einem Vorführtermin vor Ort. Macht Sinn: denn viele dieser zahlreichen Funktionen erkennt man erst beim realen Einsatz.
Seriöse Unternehmen kontra Eintagsfliegen
Vergleicht man die Marktübersichten der vergangenen Jahre wird auch eine andere Tatsache deutlich: die Zahl der Anbieter ist relativ groß, viele Firmen tauchen auf und sind bereits nach kurzer Zeit wieder verschwunden. Haben Sie von einem solchen Anbieter die Software erworben können Sie diese natürlich auch Jahre später noch nutzen. Mit Weiterentwicklung oder gar Fragen bei Problemen oder Störungen sieht es allerdings dann düster aus.
Nicht vergessen: Support
Auch wenn die Software der letzten Generationen reibungslos läuft und problemlos bedienbar ist: ein Blick auf das Angebot in Sachen Hotline und Support bei den einzelnen Anbietern ist wichtig. Es gibt auch One Mann Unternehmen die aus Programmierer, Vertriebsleiter und Supporter in einer Person bestehen. „Schließlich habe ich doch ein Handy!“ antwortete mir einmal ein solcher Mensch als ich nach der Erreichbarkeit und Gewährleistung der Hotline fragte. Und wie sieht das bei ernsterer Krankheit oder Unfall aus?
Erfreulich!
Bei fast allen Firmen sind mittlerweile Updates in den Leistungsumfang des Supportvertrages integriert und somit ohne Zusatzkosten erhältlich. Kostenlos ist meist auch der Download einer Demoversion von der Website des Anbieters. Lediglich für per Post versandte CD’s wird ein Unkostenbeitrag erhaben.
Die Website als Aushängeschild
Ein Schaufenster ist die Visitenkarte eines Geschäftes. Bei Softwareunternehmen ist es deren Website. Die sollten Sie sich bei Kaufinteresse ebenfalls anschauen. Vieles mag Geschmacksache sein, aber Websiten die unaufgeräumt oder unübersichtlich wirken, sogar grobe Schreibfehler aufweisen lassen durchaus Schlüsse auf die weiteren Leistungen des Unternehmens zu. Dieses gilt auch für das gesetzlich notwendige Vorhandensein eines Impressums, hieraus müssen Firmenname, Anschrift usw. klar und deutlich erkennbar sein!
Kaum zu glauben aber wahr: nicht überall wird diese gesetzlich geregelte Vorschrift eingehalten. Auch das spricht Bände.
Quelle: Rene Krombholz für TopHair International -
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