Eine Aktion der Friseure und der Marktlücke
Liebe geschätzte Friseurinnen und Friseure,
wir brauchen Ihre Hilfe um Ihnen helfen zu können. Ihr Einsatz zählt jetzt.
Wir fordern die Senkung des MwSt für das Friseurhandwerk auf 7%. Bundesweit. Sofort.
Lesen Sie die nachfolgenden Infos, drucken die Unterlagen aus und beteiligen Sie sich und Ihre Kunden an dem Projekt. Sie und Ihre Kunden profitieren bei Erfolg am meisten.
Zeitpunkt: Bis März 06 brauchen wir soviele Unterschriften wie möglich
Ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Friseurdienstleistungen
Zur Erklärung:
Die EU erlaubt jetzt einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Friseurdienst -leistungen versuchsweise für weitere fünf Jahre. Jetzt können sich auch Länder beteiligen, die bisher nicht an dem Versuch teilgenommen haben. Bisher waren im Hinblick auf Friseurdienstleistungen Luxemburg, Niederlande uns Spanien.
Finanzminister Steinbrück hat kategorisch erklärt, dass sich Deutschland weiterhin nicht an dem Versuch beteiligt. Bisher ist nicht bekannt, ob weitere Länder sich dem Versuch anschließen. Die drei genannten Länder werden wahrscheinlich den Versuch fortsetzen.
Bis zum 31.03 März 2006 müssen sich die Länder, die bei dem Versuch neu oder weiter mitmachen wollen, erklären, für welche Branchen sie das wollen. Wenn sie keine diesbezügliche Erklärung abgeben, haben sie sich dagegen entschieden. Das führt zu der juristisch bemerkenswerte Situation, dass Nichthandeln in diesem Fall eine politische Entscheidung ist, die der Finanzminister einsam trifft, obwohl eine Veränderung der Steuergesetzgebung Sache von Bundesrat und Bundestag ist.
Es ist eigentlich eine steuerpolitische Grundsatzentscheidung, ob bei Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19% gleichzeitig für dadurch besonders gefährdete Branchen ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz eingeführt wird.
Wenn jetzt der Finanzminister nicht für die Möglichkeit ermäßigter Mehrwertsteuersätze bis zum 31.03.2006 optiert, ist ein differenziertes Vorgehen am 1. Januar 2007 nicht mehr möglich.
Wir, d.h. die MARKTLÜCKE-Leser und Mitglieder der Coiffeur Cooperation wollen nicht in Duldungsstarre verharren und mit einer erneuten Unterschriftenaktion auch in Deutschland eine ernsthafte Diskussion, und wenn es denn sein muss, eine juristische Behandlung dieses Themas erreichen.
Ausgehend von der MARKTLÜCKE als „Schneeball“ wollen wir eine Riesenlawine in Gang setzen, die die Politiker aber auch die Medien nachdenklich machen soll.
Derzeit sind 20.000 der 70.000 Friseurunternehmen in Deutschland praktisch steuerfrei, während die anderen 50.000 Friseurunternehmen bis zu 50% ihres Bruttoumsatzes an Steuern und Sozialabgaben abführen müssen.
Die Kunden der Friseure sind erstaunt, wenn sie solche beweisbaren Fakten lesen oder hören. Wenn am 1. Januar 2007 die Mehrwertsteuer auf 19% auf den Nettoumsatz steigt, wird sich diese Wettbewerbsverzerrung dramatisch verschärfen, denn die erwähnten 20.000 Kleinst-unternehmen, von den Schwarzarbeitern ganz zu schweigen, sind von dieser Erhöhung nicht betroffen und können so tun, als wenn sie die höhere Steuerbelastung zu Gunsten ihrer Kunden selber tragen. Oder aber sie erhöhen um 3% die Preise und streichen den erheblichen Gewinn für sich ein.
Wenn nur die Hälfte aller steuerpflichtigen Friseurunternehmen bei diesem „Volksbegehren mit macht und im Durchschnitt 200 Unterschriften pro Unternehmen von Mitarbeitern und Kunden gesammelt werden, bekommen wir bis zu 5 Millionen Unterschriften zusammen.
Das Verfahren soll so laufen: Sie bitten in den nächsten vier Wochen alle Mitarbeiter und Kunden um eine Unterschrift. Diese Unterschriften bleiben zunächst bei Ihnen. Sie melden uns mit dem Rückmeldeblatt bis zum 5. März, wie viele Unterschriften Sie gesammelt haben und voraussichtlich noch sammeln werden. Das listen wir auf und machen damit PR für unser gemeinsames Anliegen. Es ist dabei günstig, wenn Sie uns prominente Kunden, die unterschrieben haben, mit Namen nennen.
Wir haben nun überlegt, wie die meisten Friseurunternehmen am schnellsten in den Besitz der notwendigen Unterlagen kommen können, denn die Zeit drängt enorm.
Deshalb haben wir den Markt-führer Wella mit seiner großen Außendienstorganisation gebeten, uns uneigennützig und rasch im Interesse aller steuerpflichtigen Friseure zu helfen. Diese Bitte hat Wella erfüllt und verteilt den Teil der nächsten Ausgabe der MARKTLÜCKE, der dieses Thema betrifft, vorab über den Außendienst.
Kopieren Sie bitte die Unterlagen für Kolleginnen und Kollegen, die der Wella-Außendienst nicht erreicht, und bitten Sie die auch, sich an diesem „Volksbegehren“ zu beteiligen.
Die Chance, den Finanzminister, der das bisher allein entscheiden will, zur Einsicht zu bringen, ist nicht sehr groß. Wir sollten aber nichts unversucht lassen. Zwei Dinge sind auf jedem Fall von Nutzen:
· Die Kunden werden über eine wichtige Ursache für Preiserhöhungen und Preisunterschiede aufgeklärt.
· Wir schaffen bei Ablehnung unseres Begehrens die Basis für eine juristische Auseinandersetzung, denn wir halten es spätestens mit Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19% für verfassungswidrig, wie in unserer Branche der Wettbewerb durch die Steuergesetzgebung massiv verfälscht wird.
Quelle: Marktlücke - Dieter Schneider
Downloads zum Thema: Vordruck_Unterschriftenaktion.doc
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