Ermäßigte Steuern auf...

Bisher gibt es die Ermäßigung nur als Probelauf, und das auch nur in neun EU-Staaten. Viele Mitglieder, darunter Deutschland, haben sich an dem bis Ende 2005 befristeten Projekt nicht beteiligt. Denn es sollte lediglich getestet werden, ob geringere Mehrwertsteuersätze in arbeitsintensiven Bereichen neue Arbeitsplätze schaffen können.

Nun hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Weg für eine Verlängerung von reduzierten Mehrwertsteuersätzen für arbeitsintensive Dienstleistungen in der EU frei gemacht.
Die Bundesregierung hatte sich bisher gegen eine Verlängerung der Regelungen ausgesprochen.

Das Handwerk hatte sich dafür stark gemacht, die in Frankreich geltenden Ausnahmen auch in Deutschland zu gewähren: "Wir fordern die Bundesregierung auf, sich jetzt die Option zur Einführung einer solchen Regelung nicht zu verschließen", sagte der Präsident des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler

Eine Einführung der verminderten Sätze auch in Deutschland lehnte CDU-Wirtschaftsexperte Meyer klar ab: "Wir werden diese Möglichkeit nicht wahrnehmen, sondern stattdessen haushaltsnahe Dienstleistungen stärker fördern", betonte er. "Damit wird auch die wachsende Schwarzarbeit in Deutschland bekämpft."
Nach Ansicht von Meyer würde die Einführung der reduzierten Sätze für das Handwerk aber zur Folge haben, "dass andere Wirtschaftszweige ähnliches für sich beanspruchen". Zudem sei eine Änderung der Mehrwertsteuersätze zur Entlastung einzelner Branchen "derzeit nicht finanzierbar", betonte Meyer.
09.02.2012 - 00:00:02

Letzte Aktualisierung: 08.02.2012
ISSN - 2190-9873


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